Spieldesign

Die Mechanismen der Wissenschaftskommunikation durch Spielen verstehen

Kann man das Spiel „Talk Science“ „gewinnen“? Nein. Es ist nicht möglich, alle drei Interessengruppen (die Öffentlichkeit, die Wissenschaft und die Behörden) gleichzeitig zufriedenzustellen.

Stattdessen musst Du entscheiden, wem Du Priorität einräumen möchtest und die Kritik der anderen akzeptieren. Diese Abwägung spiegelt die Herausforderungen wider, mit denen echte Wissenschaftskommunikator*innen konfrontiert sind. Sie streben danach, den wissenschaftlichen Fakten treu zu bleiben. Das bedeutet, sowohl gesichertes Wissen als auch bestehende Unsicherheiten zu berücksichtigen. Gleichzeitig bevorzugen viele Menschen in der Öffentlichkeit klare Antworten aus der Wissenschaft – ohne Unsicherheiten.

Alle im Spiel bereitgestellten Antworten sind inhaltlich korrekt. (Mit Ausnahme der ersten Frage, bei der Deine Chefin Dich für eine falsche Aussage rügt). Im Laufe des Spiels entscheidest Du also vorrangig darüber, wie detailliert Deine Antworten ausfallen sollen. Wissenschaftskommunikator*innen sollten idealerweise einem ethischen Kodex folgen, der sie dazu verpflichtet, keine falschen Aussagen zu machen. Denn das Vertrauen in die Wissenschaft und in auf Wissenschaft basierende Entscheidungen der Behörden gründet sich auf Genauigkeit.

Wie gut spiegelt das Spiel die Realität der Wissenschaftskommunikation im Bereich elektromagnetischer Felder (EMF) wider? Wir haben uns bemüht, es so realistisch wie möglich zu gestalten. Gleichzeitig haben wir darauf geachtet, dass es informativ und unterhaltsam bleibt. Die Vertrauensmetrik ist eine bewusste Designentscheidung für das Spiel – solche Optimierungsmechaniken machen Spiele interessant. Die reale Welt ist natürlich komplexer.

Shopping Basket